Früher gab es das Iserlohner:

DAS Iserlohner

Das hatte dunkelgrün im Logo und man freute sich den ganzen Tag darauf. Aber die Zeiten sind leider vorbei, das Pils ist nur noch Erinnerung.

Heute haben wir die Iserlohner. Die verwenden auch dunkelgrün in ihren Farben, und man könnte fast vermuten, sie tun das, damit

man sich auch wieder den ganzen Tag drauf freut. Ist aber nix Erfreuliches: es handelt sich um eine lokale Wählergemeinschaft, die in der Mitte des politischen Alltagsgeschäftes angekommen ist, und nun sogar den Bürgermeister stellen will. 

Chancen hätten sie, man stellt wohlwollend fest, dass sie sich nach rechts abgrenzen und tatsächlich manchmal was zu sagen haben. Ob das dann immer so hilfreich ist, lässt sich noch nicht abschließend sagen - es steckt halt eine Menge Spießbürgertum drin, so ist das eben bei einer Wählergemeinschaft, die für alles und jeden offen ist, und alles besser machen will, aber das Rad auch nicht neu erfunden hat.

Nun ja, vor dem Hintergrund von #niemehrCDU, der unwählbaren SPD und der bekloppten afd wär' es fast eine gute Idee, den Herrn Joithe von den "die Iserlohner"n (wie soll man das wieder schreiben?) zum Bürgermeister zu wählen, wenn sich dieser Verein nicht mit so einem absurd blöden Wahlplakat selbst disqualifizieren würde:

Ich mein', okay, Herr Joithe, das schräge Grinsen (ich überlasse es dem geneigten Leser, mal die eine und dann die andere Gesichtshälfte des Portraits abzudecken und eigene Schlüsse zu ziehen) verspricht uns schon mal nichts. Aber wieso muss man damit werben, eine beschränkten Horizont zu haben? 

"Nur Iserlohn im Blick". Gott, ich wünschte, die Zeiten wären endlich vorbei, wo Politiker nicht willens oder in der Lage sind, über den Tellerrand zu schauen. Unser Planet Erde geht gerade gründlich "im Arsch", und es wäre echt geil, wenn die ganzen Knallköppe da draußen endlich an einem Strang ziehen würden, um zu retten, was noch zu retten ist. Nicht nur die Politiker, alle. Aber dafür haben das zu wenige begriffen.

Und im äußersten Zipfel des Sauerlandes, da will einer Bürgermeister werden, der "Echt! Anders!" "nur Iserlohn im Blick" hat. Und ich hab' nix, um gegen die Fremdscham anzukämpfen, ausser das Statement, Letmather zu sein.

Schade.

 

Nachtrag, weil die Leute nicht innerhalb einer Woche auf meine Mail geantwortet haben:

Von Michaels Papa Hubert bekam ich sogar eine Karte in den Briefkasten. Wahlwerbung, eindeutig, und auch Hubert J. "hat nur Iserlohn im Blick", wenn auch mit symmetrisch-sympathischem Lächeln, ich verzichte dennoch auf ein Hochladen des Schriftstückes. Die Sache ist die, dass mein Briefkasten deutlich kundtut, für Werbung eher unaufgeschlossen zu sein.

Nun frage ich mich: Geht diesen Leuten jetzt schon der auch nur kleinste Respekt für die Wünsche der Bürger am Arsch vorbei? Ich will ja gar nicht viel. Ich will nur, dass Hubert kein Altpapier bei mir produziert. "Bedauerlicher Fehler" wäre allerdings auch kein passender Kommentar. Die wollen später eine Stadt verwalten....

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